Biberist hält die Abwassergebühr 2027 bei 1,10 Franken. Der Gemeinderat empfiehlt, das Postulat für 100-Franken-Weihnachtsgutscheine abzulehnen.

Biberist hält Abwassergebühr stabil – 220.000 Franken für Weihnachtsgutscheine umstritten

Gemeinderat verzichtet auf geplante Gebührensenkung und empfiehlt Ablehnung des 100-Franken-Gutscheins für AHV-Rentner

Biberist hält die Abwassergebühr 2027 bei 1,10 Franken. Der Gemeinderat empfiehlt, das Postulat für 100-Franken-Weihnachtsgutscheine abzulehnen.

Oktober 28, 2026 - Lesezeit: 3 Minuten

Der Gemeinderat Biberist hat an seiner Sitzung vom 26.10.2026 mehrere finanzielle Geschäfte behandelt. Während die Abwassergebühr 2027 entgegen der ursprünglichen Planung nicht gesenkt werden soll, empfiehlt der Gemeinderat einen 100-Franken-Migros-Gutschein für AHV-Rentner zur Ablehnung.

Biberist. – Die finanzielle Entwicklung der Gemeinde und die Unterstützung der Bevölkerung standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung vom 26.10.2026. Neben der Anpassung der Abwassergebühren befaßte sich der Rat mit einem Postulat für ein Weihnachtsgeschenk an AHV-Rentner, Nachtragskrediten für das laufende Jahr sowie der ersten Lesung des Budgets 2027 und des Finanzplans bis 2035.

Abwassergebühr bleibt bei 1,10 Franken

Ursprünglich war vorgesehen, die Abwassergebühren im Jahr 2027 zu senken. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, auf diese Senkung vorerst zu verzichten. Die Gebühr soll weiterhin 1,10 Franken pro Kubikmeter betragen.

Hintergrund sind umfangreiche Investitionen, die beim Zweckverband Abwasserreinigung Solothurn-Emme (ZASE) in den kommenden Jahren anstehen. Die Kosten müssen von den 40 angeschlossenen Gemeinden getragen werden, darunter auch Biberist. Mit dem Verzicht auf die geplante Gebührensenkung soll diesen finanziellen Herausforderungen Rechnung getragen werden.

100-Franken-Gutschein für AHV-Rentner

Für Diskussionen dürfte auch ein Postulat von Lukas Paul Spichiger sorgen. Er fordert, daß alle Personen mit Wohnsitz in Biberist, die im Jahr 2026 eine AHV-Altersrente beziehen, einmalig einen Migros-Gutschein im Wert von 100 Franken als Weihnachtsgeschenk erhalten.

Die Umsetzung würde die Gemeindekasse mit rund 220.000 Franken belasten. Der Gemeinderat empfiehlt deshalb, das Postulat abzulehnen. Das letzte Wort hat die Gemeindeversammlung: Sie wird am 26. November 2026 abschließend über den Vorstoß befinden.

Zusätzliche Kredite für 2026 bewilligt

Auch die finanziellen Verpflichtungen des laufenden Jahres waren Thema der Sitzung. Der Gemeinderat bewilligte ordentliche Nachtragskredite von insgesamt 563.800 Franken brutto in der Erfolgsrechnung. Für die Investitionsrechnung wurden zusätzliche Kredite von netto 190.300 Franken bewilligt.

Zudem nahm der Gemeinderat den Erläuterungsbericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung 2025 zur Kenntnis. Solche Berichte bestätigen die ordnungsgemäße Führung des Rechnungswesens und weisen auf mögliche Verbesserungen hin. Die darin enthaltenen Empfehlungen und Vorschläge dienen der Optimierung der finanziellen Abläufe und der Rechnungsführung.

Budget 2027 erstmals beraten

Schließlich befaßte sich der Gemeinderat in einer ersten Lesung mit dem Budget 2027 und dem Finanzplan für die Jahre 2028 bis 2035. Damit wurden die finanziellen Perspektiven der Gemeinde für die kommenden Jahre erstmals im Rat beraten.

Die Sitzung zeigt, daß Biberist vor finanziellen Entscheidungen steht, bei denen sowohl anstehende Investitionen als auch mögliche Leistungen für die Bevölkerung sorgfältig abgewogen werden müssen. Besonders die geplante Weihnachtsaktion für AHV-Rentner dürfte an der Gemeindeversammlung vom 26. November im Mittelpunkt stehen.

(pd, rm)
(Foto Weihnachtsgutschein 100 Franken: Migros)

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