Grenchen: Neue Erkenntnisse zu angeblich ausgesetzten Hundewelpen
Polizeiliche Ermittlungen deuten auf illegale Einfuhr aus Rumänien hin
Neue Erkenntnisse zu zwei angeblich ausgesetzten Hundewelpen in Grenchen: Die Polizei vermutet eine illegale Einfuhr aus Rumänien und zeigt die Beschuldigte an.
Oktober 27, 2026 - Lesezeit: 2 Minuten
Der Fall sorgte schweizweit für Schlagzeilen. Eine Frau meldete der Kantonspolizei Solothurn, am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, in einem Waldstück bei Grenchen zwei ausgesetzte Hundewelpen gefunden zu haben. Polizeiliche Ermittlungen ergaben inzwischen, daß die Aussagen der Frau nicht der Wahrheit entsprechen dürften. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden die beiden Welpen nicht ausgesetzt, sondern vermutlich von der angeblichen Finderin illegal in die Schweiz eingeführt.
Am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, will eine Spaziergängerin in einem Waldstück bei Grenchen zwei ungefähr zwei Wochen alte Hundewelpen gefunden haben. Gemäß ihren Angaben sollen die beiden Welpen am Fundort ausgesetzt worden sein. Siehe Medienmitteilung der Kantonspolizei Solothurn vom 20. Oktober 2026.
Polizeiliche Ermittlungen führen zu neuen Erkenntnissen
Nachdem die beiden Welpen in einem Tierheim untergebracht und dort tierärztlich untersucht worden waren, nahmen Mitarbeiter der Fachstelle Tierschutz und Umwelt umgehend Ermittlungen auf. Diese ergaben schließlich, daß die beiden Welpen entgegen den ersten Aussagen der Finderin nicht ausgesetzt worden waren. Wie sich herausstellte, dürfte die angebliche Finderin die beiden Welpen aus Rumänien illegal in die Schweiz eingeführt haben.
Um die Tiere in der Schweiz zu legalisieren, kontaktierte sie einen Tierarzt und erzählte diesem, daß sie die beiden Welpen im Wald gefunden habe. Mutmaßlich seien diese ausgesetzt worden.
Irreführung der Rechtspflege
Aufgrund dieser Aussage wurde die Frau angewiesen, die Polizei zu informieren. Im Verlauf der polizeilichen Befragung gab sie schließlich zu, die Welpen nicht gefunden, sondern illegal in die Schweiz eingeführt zu haben. Die Beschuldigte wird wegen Irreführung der Rechtspflege und illegaler Einfuhr von Hundewelpen zur Anzeige gebracht. Weitere Angaben werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht, so die Kantonspolizei Solothurn weiter.
Weiterführendes
(pd, rm)
(Foto: Kapo SO)

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