Trockenheit setzt Solothurns Bäumen zu

Hitze und Trockenheit belasten den Baumbestand

September 11, 2026 - Lesezeit: 3 Minuten

Die Hitze- und Trockenperioden dieses Sommers hinterlassen auch bei den Bäumen in Solothurn Spuren. Besonders ältere und große Bäume können unter Trockenstreß leiden. Die Stadt reagiert mit verstärkten Kontrollen und Pflegemaßnahmen. So kann beispielsweise die rund 150-jährige Buche beim Soldatendenkmal mit gezielten Sicherungsmaßnahmen erhalten werden.

Bäume prägen Straßen und Plätze, spenden Schatten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima. Längere Hitze- und Trockenperioden stellen sie jedoch zunehmend vor Herausforderungen. Bei anhaltender Trockenheit reduzieren Bäume ihre Verdunstung und werfen teils ihre Blätter vorzeitig ab.

Zudem können sich die Spannungsverhältnisse im Holz verändern. Dadurch können auch große, belaubte Äste unvermittelt abbrechen.

Buche beim Soldatendenkmal kann erhalten werden

Auch bei der rund 150 Jahre alten Rotbuche beim Soldatendenkmal kam es im August 2026 zu einem größeren Astbruch. Bereits im Juni 2023 war ein größerer Ast abgebrochen. Gemäß der fachlichen Beurteilung war die jeweils vorherrschende trockene und heiße Witterung ein wesentlicher Einflußfaktor. Die über 30 Meter hohe Buche mit einem Stammumfang von fast sechs Metern wurde durch die Stadtgärtnerei regelmäßig bewässert.

Nach dem erneuten Astbruch wurde die Bewässerung intensiviert und der Baum durch Fachpersonen untersucht.

Am 1. und 2. September 2026 wurde die Krone des Baums mit einem Sicherungsschnitt gezielt entlastet. Dabei wurde die Krone rundum um mehr als zwei Meter eingekürzt. Dadurch werden insbesondere die weit ausladenden Äste deutlich entlastet. Aufgrund der fachlichen Beurteilung kann die prägende Buche mit diesen Maßnahmen erhalten werden.

Hinweistafeln in den Parkanlagen

In den Parkanlagen und auf dem Friedhof machen Hinweistafeln auf die Situation aufmerksam. Sie bleiben vorerst bestehen. Die Anlagen sind frei zugänglich. Die Stadt bittet die Bevölkerung, beim Aufenthalt unter großen, alten Bäumen aufmerksam zu sein und bei angekündigtem Sturm auf einen Aufenthalt unter Bäumen zu verzichten.

Stadt investiert weiterhin in die Baumpflege

Die Stadt Solothurn investiert bereits heute in die Pflege und den Erhalt ihres Baumbestandes. Dazu gehören regelmäßige Kontrollen, fachgerechte Pflegeschnitte, Kronensicherungen, Bewässerungsmaßnahmen sowie bei Bedarf vertiefte Untersuchungen durch externe Fachpersonen.

An diesem Grundsatz wird auch künftig festgehalten: Wertvolle und prägende Bäume sollen möglichst erhalten werden. Gleichzeitig hat die Sicherheit der Bevölkerung hohe Priorität. Wo notwendig, werden deshalb zusätzliche Kontrollen, Rückschnitte, Sicherungen oder vorübergehende Absperrungen vorgenommen.

Eine Fällung erfolgt erst, wenn die Sicherheit mit verhältnismäßigen Maßnahmen nicht mehr gewährleistet werden kann. Dies war bei der rund 130-jährigen Blutbuche beim Kunstmuseum der Fall, die im August 2026 gefällt werden mußte. Als Ersatz werden im Frühjahr 2027 drei Eichen gepflanzt.

Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden sind gesunde Bäume für Solothurn von großer Bedeutung. Die Stadt wird deshalb auch künftig in deren Pflege und Erhalt investieren.

(pd, rm)
(Foto: Stadt Solothurn)

 

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